Na, wie gehen Sie denn?

Unser Gang verrät viel darüber, wer wir sind und wie wir uns fühlen. So gehen Männer anders als Frauen, Ältere anders als Kinder und ein fröhlicher Mensch anders als ein deprimierter.
Ein Experiment zeigt nun, dass dies auch umgekehrt funktioniert: Der Gang kann unsere Psyche beeinflussen. Ließen die Probanden die Schultern hängen und bewegten sich eher deprimiert, dann neigten sie auch zu einer negativeren Stimmung. Nahmen sie eine positivere Gehhaltung ein, hob dies auch ihre Laune.
Nach Ansicht der Forscher könnte dieses Biofeedback daher eine vielversprechende und simple Methode sein, gegen Depressionen und Niedergeschlagenheit buchstäblich anzugehen.
 
Quelle:
› Johannes Michalak (Universität Witten Herdecke) et al., Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry, doi: 10.1016/j.jbtep.2014.09.004

Mit Fragen das Leben verändern

Indem wir gezielt Fragen einsetzen, können wir unsere Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung lenken. Wie wär’s, sich jeden Morgen einige optimistische und aufbauende Fragen zu stellen? – Und diese natürlich auch zu beantworten. Fragen Sie sich morgens also beispielsweise:
 
• Wofür könnte ich momentan ganz besonders dankbar sein?
• Wen oder was liebe ich?
• Was begeistert mich?
• Was ist das Beste, das mir heute passieren könnte?
 
Probieren Sie dies einmal für 21 Tage aus und Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass sich Ihr Blick in die Welt verändert.
 
Idee nach Anthony Robbins 🙂

Gedanken und Gefühle mit dem Körper lenken

Jeder Gedanke hat unmittelbar Auswirkungen auf den Körper. Hormone werden ausgeschüttet, die Aktivität des Kreislaufsystems und der Drüsen wird angeregt oder gedrosselt, die Motorik wird in Bewegung versetzt oder verlangsamt. Umso wichtiger, negative Gedankenschleifen, die zu keiner Lösung führen, gezielt abzubrechen und sich auf Angenehmeres zu konzentrieren, denn eine dauerhaft miese Stimmung schadet nicht zuletzt auch der Gesundheit.
 
Außer dass wir unsere Gedanken gezielt auf Schönes lenken können wir uns auch ganz bewusst in eine Körperhaltung begeben, die zu einer heiteren und optimistischen Stimmungslage passt. Wer aufrecht geht und den Blick in die Weite richtet, wird sich anders fühlen und sich andere Gedanken machen als jemand, der gebückt und mit gesenktem Blick entlangschlurft.
 
Nutzen Sie die wechselseitige Wirkkraft von Körper, Geist und Seele aufeinander für Ihre persönliche Stimmungspflege. Mit etwas Übung haben destruktive Grübeleien keine Chance mehr sich dauerhaft in ihren Gedanken und Gefühlen einzunisten. 🙂

Guter Job – gutes Leben?

Arbeit nimmt einen großen Teil unserer Lebenszeit ein. Vielen Unternehmen ist deshalb ein gutes Betriebsklima wichtig, denn sie wissen, dass sich eine positive Arbeitshaltung auch positiv auf die Produktivität auswirkt. Doch steigt mit der Arbeitszufriedenheit auch das persönliche Wohlbefinden? Und welche Rolle spielt dabei das Einkommen?

Wie in einer aktuellen Studie der Hochschule Fresenius dokumentiert wird, besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit und Wohlbefinden. Wem sein Job Spaß macht, fühlt sich auch nach Feierabend wohler.

Dies ist dann der Fall, wenn wir
• einen Sinn in dem sehen, was wir tun
• wir die Aufgaben für interessant halten
• Aufstiegsmöglichkeiten gegeben sind
• uns Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen
• das Team konstruktiv zusammenarbeitet
• die Unternehmenskultur gut ist
• unsere Arbeit von Vorgesetzten anerkannt wird

Alle diese Faktoren haben Einfluss darauf, wie wohl wir uns an unserem Arbeitsplatz fühlen. Einkommen und Alter konnten dieser Erhebung zufolge mit dem Wohlbefinden nicht eindeutig in Verbindung gebracht werden. Auch konnten kaum Unterschiede in Bezug auf das Geschlecht festgestellt werden. Frauen und Männer werteten die Faktoren, die Einfluss auf ihre Arbeitszufriedenheit ausüben, ganz ähnlich.

Bleibt die Überlegung: Wo haben wir Einflussmöglichkeiten? Was ist uns möglich, dafür zu tun, um die Arbeitszufriedenheit zu stärken? – Und was sollten wir lassen, da es sich kontraproduktiv auswirkt? … 🙂

Gute Laune aufschreiben

 Jeder Tag besteht aus guten und schlechten Momenten. Was uns im Gedächtnis bleibt, können wir selbst beeinflussen. Deshalb empfiehlt Glücksforscher Martin Seligman, ein Glückstagebuch zu führen.
Schwarz auf weiß ist dann zu lesen, welche Momente schön und angenehm im Alltag waren, was wir genossen und geliebt haben. Damit bewahren wir das Schöne vor dem Vergessen.
Es geht dabei nicht vorrangig um die großen Augenblicke, die strahlenden Highlights – denn die bleiben uns dank der damit verbundenen starken Gefühle ohnehin im Gedächtnis – sondern vor allem um die kleinen Gute-Laune-Macher: den Duft von frisch gemähten Gras, das unverhoffte Kompliment einer Kollegin, den Geschmack der ersten Plätzchen vor Weihnachten …
Funktioniert nachweislich und lang anhaltend: Eine italienische Studie zeigte, dass depressive Patienten nach zehn Wochen täglicher Einträge ins Glückstagebuch deutlich weniger Angst hatten und sich ihre Stimmungslage stark aufgehellt hatte.
 
Mein Tipp: Richten Sie Ihr Augenmerk konzentriert auf Ihre speziellen Gute-Laune-Macher, halten Sie jeweils einen Moment inne, um das Schöne zu genießen + schreiben Sie am Abend fünf dieser Momente auf – das kann auch ganz kurz in Stichworten sein… 🙂

Optimismus lässt sich lernen

Werfen Sie nach persönlichen Rückschlägen häufig entmutigt das Handtuch? Dann sind Sie wahrscheinlich pessimistisch eingestellt und beherrschen damit auch meisterlich die Kunst, sich selbst auszubremsen.
 
Rückschläge lassen sich leichter überwinden und auch neue Aufgaben angehen, wenn dies aus einer optimistischen Haltung heraus geschieht. Dabei brauchen Sie durchaus nicht als Sonnenscheinchen zur Welt gekommen sein – Optimismus lässt sich auch lernen. Dem US-Psychologen Martin Seligmann zufolge werden Sie optimistischer, wenn Sie die eigenen Einstellungen im Hinblick auf vier Aspekte bewusst in Frage stellen.
 
1. Dauer
Optimisten halten Rückschläge für vorübergehend und Erfolge für dauerhaft. Pessimisten vertreten die gegenteilige Ansicht.
 
2. Auswirkung
Optimisten halten die Auswirkungen auch eines kleinen Erfolgs für universell und allgemein gültig, die Auswirkungen eines Rückschlages hingegen für vernachlässigbar. Pessimisten glauben dagegen, dass selbst ein kleiner Rückschlag einen „den ganzen Tag verhagelt“ und auch ein großer Erfolg „den Kohl nicht fett macht“.
 
3. Verantwortung
Optimisten halten sich für Erfolge allein verantwortlich, für Misserfolge hingegen nicht – auch wenn sie unschuldig am Erfolg und mit schuld am Misserfolg sind – bei Pessimisten verhält es sich genau umgekehrt.
 
4. Einfluss
Optimisten schätzen ihren Einfluss hoch ein („Das kriege ich auch noch hin!“) und sehen bei Problemen eher die Chancen. Pessimisten unterschätzen ihren Einfluss und sehen eher die Schwierigkeiten.
 
Also, überlegen Sie: es ist IHRE Lebenszeit. Es geht nicht um „richtig“ oder „falsch“ sondern darum, das Beste daraus zu machen… 🙂

Das Gute-Laune-Journal

Öfters gut drauf zu sein lässt sich effektiv mit einem Gute-Laune-Journal unterstützen. Legen Sie sich einfach im Computer – oder auf dem Papier – die nachfolgenden zwei Listen an:

Die erste Liste trägt den Titel: „Was mir gut tut“, und hier schreiben Sie all die Dinge auf, von denen Sie wissen oder vermuten, dass sie gute Laune fördern. Nehmen Sie sich dafür so lange Zeit, wie Sie möchten.
 Prüfen Sie anschließend, was Sie aus dieser Liste sofort oder demnächst umsetzen können, damit Ihre Stimmung steigt und markieren Sie es.

Die zweite Liste trägt den Titel: „Was mir nicht gut tut“ und hier listen Sie Ihre speziellen Gute-Laune-Killer auf. Prüfen Sie anschließend, was Sie davon sofort oder demnächst aus Ihrem Leben entfernen können, damit Sie entlastet werden und es Ihnen besser geht.

Setzen Sie in beiden Listen Prioritäten! Beginnen Sie mit den Punkten, die Sie am einfachsten und schnellsten erledigen können. Entwickeln Sie danach eine erste Strategie, wie Sie größere Herausforderungen lösen können.

Beglückwünschen Sie sich, wenn Sie einen Punkt erfolgreich umgesetzt haben und notieren Sie spontan, wie Sie sich fühlen. 🙂

Macht mich das glücklich?

Manchmal tun wir immer wieder die gleichen Dinge, obwohl wir wissen, dass sie uns nicht gut tun oder uns sogar schaden. Und hinterher ärgern wir uns, dass wir Zeit oder Energie damit vergeudet haben und wünschen uns, wir hätten es einfach sein gelassen. Kennen Sie das auch?
Wenn dem so ist, dann probieren doch mal folgendes: Sobald Sie sich das nächste Mal bewusst werden, dass Sie gerade wieder etwas tun, dass Sie eigentlich gar nicht tun wollen, dann sagen Sie zu sich selbst mit einer möglichst versöhnlichen und liebevollen Haltung:
 
• Macht mich das jetzt glücklich, wenn ich das tue?
• Macht mich das nach einem Tag glücklicher?
• Macht mich das nach einer Woche glücklicher?
• Hilft mir das, was ich gerade tue, dabei langfristig glücklicher zu werden?
 
Dieses kleine Selbstgespräch hilft dabei, die Perspektive zu verändern. Probieren Sie es einfach mal aus.
 
Und wenn Sie anfangen, sich in Ihren inneren Selbstgesprächen diese Fragen häufiger zu stellen und sie zu beantworten, stellen Sie wahrscheinlich nach einiger Zeit fest, dass Sie immer weniger von den Dingen tun, die Sie nicht glücklich machen. 🙂

Weniger ist mehr

Die meisten von uns haben viel zu viel um die Ohren – Arbeit, Familie, der Freundeskreis, Hobbys, Projekte, Engagements usw. usw. Kein Wunder, dass einem da der Stress kaum loslässt und die gute Laune mehr und mehr einem Gefühl der Überforderung weicht.

Wie wär’s damit, hier einmal innezuhalten und etwas auszumisten? Eine oder mehrere der vielen Verpflichtungen abzuwählen? Das können etliche kleine Dinge sein oder auch etwas Großes.

Hinterfragen Sie, wozu Sie vielleicht gar keine Lust mehr haben oder was Ihnen mehr Arbeit als Freude bringt. Und das streichen Sie dann aus der Liste Ihrer Vorhaben.

Und: Füllen Sie die nun zur Verfügung stehende Zeit nicht mit „irgendwas“ sondern gönnen Sie sich etwas wirklich Schönes, was Sie freut und die gute Laune wieder hervorzaubert. 🙂