Morgens gut in Schwung kommen

Oftmals reicht körperliche Aktivität aus, damit schlechte Laune sich auflöst. Wenn wir uns körperlich anstrengen, werden Endorphine – also Glückshormon-Botenstoffe – im Gehirn produziert. Schon einige einfache Übungen am Morgen können mithelfen, die Laune für den ganzen Tag zu verbessern. Zum Beispiel nacheinander:
 
• 20-30 Mal Stehstütz (=Wand-Liegestütz) machen
 
• 10 Mal 10 Schritte hin und her gehen, dabei die Knie bis in Hüfthöhe anheben
 
• Am Boden liegen, mit den Beinen in der Luft 20 bis 30 Radfahr-Bewegungen machen
 
• Fäuste und Unterarme in Brusthöhe aneinander legen und dann 20-30 mal auseinander ziehen und wieder aneinander legen
 
Fazit: Relativ wenig Aufwand für einen deutlich positiven Effekt!

Anleitung zum Glücklichsein

Fünf Buchstaben bilden das Wort „Glück“. Jeder davon kann für einen weiteren Begriff stehen und zusammen bilden sie in Form eines Akrostichons eine kleine Anleitung zum Glücklichsein.
Und das geht so:
 
G für die Gelassenheit, die uns gut durch den Tag trägt.
L für die Liebe, die wir bereit sind zu geben.
Ü für den Übermut, mal so richtig kindlich fröhlich zu sein
C für die Chance, die ergriffen werden will.
K für den Körper, dessen Bedürfnisse es zu achten gilt.
 
Vielleicht finden Sie auch Ihre eigenen Begriffe, die ganz individuell für Sie Bestandteile von Glück sind… 🙂

Das Gute-Laune-Bilderkästchen

Schlechte Laune gegen gute Laune tauschen? Dazu können wir den Schatz der schönen Momente nutzen.

Es gibt viele schöne Augenblicke im Leben: Zeit verbringen mit lieben Menschen, denen wir viel bedeuten, Dinge, die wir gerne betrachten, Musik, die uns zum Lächeln oder zum Träumen bringt, starke Worte, die uns inspirieren. Vieles von dem, was uns guttut, geht im Alltag unter und gerät dann leicht in Vergessenheit.

Da hilft es, sich ein schönes Kästchen anzuschaffen und damit zu beginnen, hierin Bilder von den guten Momente im Leben zu sammeln. Beispielsweise:

  • Fotos von Menschen, mit denen wir gerne zusammen sind.
  • Besondere Erinnerungen – Symbole für Momente, die einfach schön waren oder die im Nachhinein etwas Schönes in unserem Leben bewirkt haben
  • Fotos von Dingen, die wir besonders gerne tun oder die uns Spaß machen oder solche, die wir sich einfach nur gerne betrachten
  • Symbole, die für Schönes stehen, was wir von anderen erfahren haben: Komplimente, Ermutigungen, Freundlichkeit, Unterstützung, Hilfe.
  • Mit hinein vielleicht auch: Inspirierende Zitate, Gedichte, Sprüche, Metaphern.

Ein solches Schatzkästchen anzulegen, es mehr und mehr zu befüllen und von Zeit zu Zeit diese Schätze zu betrachten, hat auch einen langfristigen Nebeneffekt: Dadurch richten wir unwillkürlich unseren Blick immer häufiger auf das Schöne und Gute in unserem Leben. 🙂

Glücksspuren im Gehirn

Unser Gehirn verändert sich immer wieder von neuem – so lange wir leben, auch noch im hohen Alter.

In der Biochemie des Gehirns lassen sich drei Formen von Glück unterscheiden, jede davon wird von bestimmten Botenstoffen befördert:

  • Das Glück des Wollens: Wenn wir nach etwas streben, stellt Dopamin die Belohnung in Aussicht, Endorphine lösen dabei Euphorie aus.
  • Das Glück des Vermeidens: Wenn wir Bedrohungen entgehen oder sie überstehen, führt das Sinken der Kortisol- und Adrenalinspiegel zu Entspannung.
  • Das Glück des Seins: Wenn wir haben, was wir brauchen, sorgt körpereigenes Morphium für Zufriedenheit, Serotonin für Beruhigung und Oxytocin für ein Gefühl der Verbundenheit mit anderen.

Ebenso wie alle anderen Erfahrungen hinterlassen Gefühle wie Glück, Traurigkeit oder Angst ihre Spuren im Gehirn: Die Kontaktstellen zwischen den einzelnen Nervenzellen, die Synapsen, verstärken sich, ganz neue Nervenbahnen werden gebildet und bereits bestehende stärker mit Myelin umhüllt, woraufhin sie Signale schneller weiterleiten können – genau das ist es, was wir als Lernen bezeichnen. 🙂

Sich schlechte Laune auch mal zugestehen

Natürlich kann niemand immer gut drauf sein. Das wäre ein völlig verfehlter Anspruch. Wenn wir uns anders fühlen, z.B. traurig, unzufrieden, ängstlich oder verärgert, sind wir oft versucht, dagegen anzukämpfen.

Dann schimpfen wir vielleicht mit uns selbst und versuchen, das unwillkommene Gefühl zu ignorieren, wegzudrängen, es uns zu verbieten, strengen uns an, das Gesicht zu wahren – es soll schließlich soll keiner merken, dass wir grade nicht in Bestform sind.

Da das mit der Verdrängung meist nicht klappt, sondern die Verstimmung eher zu „füttern“ scheint, nehmen wir uns dann genau das übel und sind sauer auf uns selbst, wenn wir es nicht hinkriegen, das ungeliebte Gefühl loszuwerden.

Warum nicht aufhören dagegen zu anzukämpfen? Wenn wir uns unwillkommene Gefühle zugestehen und ihnen „erlauben“, da zu sein, dann geht es uns oft schon im Moment des Zulassens besser. Traurigkeit, Schmerz, Ärger oder Angst verschwinden dann zwar nicht auf Knopfdruck, aber wir sind gelassener, weil wir uns nicht mehr selbst unter Druck setzen, sondern uns so sein lassen, wie wir gerade sind nach dem Motto: es ist Ordnung, dass auch mal nicht alles in Ordnung ist.

Paradox: Indem wir akzeptieren was ist, verflüchtigt sich die traurige, ängstliche oder ärgerliche Stimmung viel schneller als wenn wir sie niederkämpfen oder aussperren wollen…

Körperausdruck = ein Zugang zum Fühlen und Denken

Der Körperausdruck ist der sichtbar gemachte Ausdruck unserer Gefühle und Gedanken. Was wir empfinden und was in uns vorgeht, all das, was uns bewegt, spiegelt sich in unserer Körpersprache: In der Art, wie wir uns bewegen, wie wir atmen, welchen Gesichtsausdruck wir haben, wie wir sitzen, stehen und gehen.

Dies funktioniert auch umgekehrt: Mit der Veränderung unseres Körperausdrucks können wir gleichzeitig unser emotionales Befinden und unser Denken verändern.

Es ist unmöglich, sich deprimiert zu fühlen, wenn wir aufrecht stehen, ein Lächeln auf den Lippen haben, tief und fest atmen und den Blick in die Weite richten. Diese Tatsache können wir uns im Alltag zunutze machen. So können wir durch eine Änderung unserer Körperhaltung und unseres Gesichtsausdrucks in unserem Denken und Fühlen lockerer und zuversichtlicher werden.

Wenn Sie sich mutlos fühlen oder niederge­schlagen sind, dann können Sie sich damit in eine optimistischere emotionale Verfassung bringen. Probieren Sie dies einfach mal aus. 🙂