Was wirklich alt macht – und was jung erhält

Nicht nur Ernährung und Bewegung entscheiden darüber, ob unser Organismus schnell in die Jahre kommt oder wir lange fit und gesund bleiben.
Den Psychologen und Forschern Ian McDermott und Joseph O’Connor zufolge tragen folgende Faktoren zur Beschleunigung des Alterungsprozesses bei:
– Stress
– Sorgen
– Gefühl der Hilflosigkeit
– Depressionen
– Feindseligkeit gegenüber sich selbst und anderen
– Unfähigkeit, Gefühle auszudrücken
– Mangel an guten Freunden
– Rauchen
 
Positiv gewendet heißt dies: es gibt Faktoren, die es unterstützen, harmonisch und mit sich selbst im Einklang älter zu werden:
– Entspannung
– Zuversicht
– Gefühl der Selbstwirksamkeit
– Fröhlichkeit, Humor
– Versöhnung mit sich selbst und anderen
– Fähigkeit, Gefühle auszudrücken
– gute Freunde haben
– Viel Sauerstoff
Indem wir unseren Alltag mit Achtsamkeit, Humor und einer optimistischen inneren Haltung meistern, tun wir gleichzeitig viel dafür, lange aktiv und fit zu bleiben. Wenn wir dann auch noch immer wieder für viele kleine Glücksimpulse sorgen und unsere Lebensfreude an andere weitergeben, steht einem weisen und erfüllten Alter eigentlich nichts mehr entgegen… 😉

Wo geht’s lang zum Glück?

Wir sind nicht dazu verurteilt, – aufgrund von was auch immer – für alle Zeiten in einer pessimistischen und misstrauischen Haltung dem Leben gegenüber zu verharren, schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit hin oder her.

Vielmehr können wir einiges ganz praktisch tun für das eigene Glück. Es gibt Ansatzpunkte, die uns nicht nur dabei unterstützen, weniger Unzufriedenheit, Missmut und Ärger zu empfinden, sondern auch dabei helfen, das Schöne im Leben neu für uns zu entdecken. Hirnforscher haben die neuronalen Strukturen des Glücks ausfindig gemacht – und diese „Wege durchs Gehirn“ (Zellverbindungen) sind andere als die, die für das Empfinden von Unlust, Schmerz und Enttäuschungen zuständig sind.

Demnach geht es beim Glücksempfinden nicht allein um die Vermeidung von Unlustgefühlen und Leiden. Glückgefühle kommen laut Wissenschaftsautor Stefan Klein zustande durch:
• Ziele, die wir uns setzen und erreichen
• Vielfalt und Auswahlmöglichkeiten
• Freiheit, entscheiden zu können
• Bewegung
• guten Sex
• Liebe und Freundschaft
• einen wachen Geist, der aufgeschlossen für neue Erfahrungen ist

All diese Aspekte betreffen im Wesentlichen das momentane Erleben bzw. auch das, was wir uns von der Zukunft versprechen. Darüber hinaus trägt es zu einem glücklichen Leben bei, wenn wir uns mit problematischen Aspekten unserer Vergangenheit ausgesöhnt haben und uns über das freuen, was wir bei der Bewältigung schwieriger Lebenslagen gelernt haben. 🙂

Ist es nicht natürlich, dass wir auch mal schlecht drauf sind?

Das werde ich häufiger mal gefragt. – Und: Na klar ist das völlig natürlich!
Ziel ist nicht, permanent zu strahlen und zu grinsen, sondern es geht darum, die Gute-Laune-Phasen gegenüber den Schlechte-Laune-Phasen häufiger werden zu lassen.
Schlechte Laune, so haben Wissenschaftler herausgefunden, hat einen umso deutlicheren negativen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden, je länger sie anhält. Der Wechsel der Gefühle und Stimmungen ist es, der uns lebendig und fit erhält.
Die Positive Psychologie geht davon aus, dass wir am Tag dreimal mehr positive als negative Gefühle haben sollten, um unser Gemüt nachhaltig aufzuhellen… 🙂

Drei wichtige Strategien für gute Laune im Alltag

1. Pfleglich mit uns selbst umgehen, v.a. auch die körperlichen Bedürfnisse respektieren: uns viel bewegen und häufig entspannen, für genügend Schlaf sorgen, uns vitamin-, nährstoff- und ballaststoffreich ernähren, zurückhaltend mit Genussgiften sein – die „Basics“ für ein gesundes Leben eben.
2. Die Nähe gutgelaunter Menschen suchen – Menschen, mit denen wir lachen und scherzen können. Fröhlichkeit steckt an. Öfter als es uns bewusst ist, können wir entscheiden, welchen Einflüssen wir uns aussetzen. Zeit, die wir dafür verwenden, uns bedrückenden, uns auslaugenden Kontakten auszusetzen, enthalten wir im Grunde denjenigen Menschen vor, in deren Gegenwart wir uns unbeschwert und lebendig fühlen. Also: Treffen wir eine kluge und stimmige Wahl!
 
3. Bewusst das Schöne im Leben wahrnehmen und pflegen. Wenn wir uns darin üben, die Aufmerksamkeit gezielt zu den Dingen hin zu lotsen, die uns Freude machen, dann lösen sich damit zwar Sorgen und Probleme nicht in Luft auf, doch die Qualität unseres Erlebens verändert sich. Das, was uns ärgert oder belastet, erscheint weniger wichtig und übt dadurch automatisch weniger Druck auf unser Denken und Fühlen aus. Um sich der Pluspunkte in unserem Leben bewusst zu machen, hilft es beispielsweise, jeweils am Abend fünf Dinge aufzuzählen, für die wir an diesem Tag dankbar sind. 🙂

Quellen für Glück und Wohlbefinden

Was bewirkt eigentlich, sich wohl zu fühlen und oft gute Laune zu haben – außer, sich schöne Gedanken zu machen 😉

Was sind Faktoren in unserer Umgebung, die dazu beitragen, uns zu freuen und glücklich zu sein? Was bewirken wir selbst durch unsere Entscheidungen und unser Handeln? Die untenstehende Liste gibt ein paar Anregungen dazu.

 

Repräsentative Umfrage unter Erwachsenen in Deutschland: Glück- und Wohlbefindensquelle – die Top Ten

Freunde um mich herum                  64 %

Leben in einer Partnerschaft            63 %

Eigene Ziele erreichen                      59%

Gutes tun, anderen helfen               56 %

Arbeits-/Ausbildungsplatz               52 %

Kinder im eigenen Umfeld               50 %

Schönes Haus, schöne Wohnung   47 %

Anerkennung bei der Arbeit            47 %

Immer Neues lernen können           40 %

Schöner Urlaub                              39 %

 

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