Stimmung und Sinn

gutelauneherzOb wir uns wohl in unserer Haut fühlen oder uns eher zum Aus-der-Haut-fahren zumute ist, hängt auch damit zusammen, in welchem Maße wir die folgenden sieben Bedürfnisse in unserem Leben erfüllt sehen:
 
• Lieben und uns geliebt fühlen, anderen etwas wert sein
• Gesund und fit sein
• Selbstbestimmt entscheiden können
• Finanziell gesichert sein
• Uns kreativ ausdrücken (Schreiben, Malen, Musik, Basteln, Tanz usw.)
• Mit dem, was wir denken und erschaffen, eine Spur von uns hinterlassen
• Einen Lebenstraum haben und uns diesem immer mehr annähern
 
Stellen Sie sich für jeden dieser sinnstiftenden Punkte eine Skala von 10 bis 0 vor
 
10 (= ist bei mir voll erfüllt)
0 (= da habe ich erschreckende Defizite)
 
und schätzen Sie spontan bei jedem Punkt ein, wie stark oder schwach Sie dieses Bedürfnis in sich erfüllt sehen.
 
Dann greifen Sie einen Punkt heraus, der Ihnen besonders wichtig ist, und wo Sie gerne einen höheren Wert hätten.
 
Schreiben Sie Ideen dazu auf, was hilfreich sein könnte, auf der Skala einen oder zwei Werte höherzukommen.
 
Wenn Sie etwa fünf bis zehn Ideen gesammelt haben, wählen Sie die vielversprechendste aus und überlegen Sie, was die ersten konkreten Schritte sein könnten, Ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.
 
Und dann: Legen Sie los!

Gute-Laune-Fragen

fragezeichenSich Fragen zu stellen ist eine wirksame Möglichkeit, um aus eingefahrenen Denkbahnen herauszukommen, zum Beispiel auch, um aus einem Stimmungstief wieder herauszufinden. Wenn Sie sich also niedergeschlagen oder mutlos fühlen, dann helfen Ihren folgende drei Fragen weiter:

  1. Worüber bin ich im Moment glücklich? Worüber könnte ich glücklich sein, wenn ich es wollte?
  2. Worauf bin ich besonders stolz. Worauf könnte ich stolz sein, wenn ich es wollte?
  3. Wofür bin ich dankbar? Wofür könnte ich dankbar sein, wenn ich es wollte?

Finden Sie mindestens drei Antworten zu jeder Frage, gerne auch mehr – und am besten auch schriftlich.

Da taucht ein unangenehmes Gefühl auf…

misey

… und wie gehen Sie damit um? Kann sein, dass das Gefühl eine Reaktion auf ein aktuelles Geschehen ist – kann aber auch sein, dass es ohne erkennbaren Auslöser einfach in so in Ihnen auftaucht. Es gibt typische Reaktionen, von denen Sie wahrscheinlich einige – mehr oder weniger intensiv – als „Antwort“ darauf nutzen:

  1. Das aktuelle Gefühl offen ausdrücken:
 Sie sagen beispielsweise demjenigen, dessen Verhalten Sie nicht okay finden, ganz klar, wie Sie sich fühlen: „Ich bin verärgert darüber, dass Sie mich nicht rechtzeitig informiert haben.“
  2. Soziale Unterstützung suchen:
 Sie wenden sich an eine Person, die Sie gut kennen und der Sie vertrauen, um mit ihr die Situation und Ihre daraus entstandenen Gefühle zu besprechen.
  3. Passiv bleiben:
 Das offene Äußern des Gefühls erscheint Ihnen in der Situation als zu „gefährlich“, weil Sie mögliche Folgen fürchten – beispielsweise wenn Sie ein Ansinnen, das Ihnen widerstrebt, ablehnen würden. Hinnehmen scheint die beste Lösung zu sein um sich vor Komplikationen zu schützen – bedeutet aber gleichzeitig, dass Sie das Gefühl auch weiterhin spüren.
  4. Sich zurückziehen:
 Sie igeln sich ein, lassen andere nicht an sich heran.
  5. Sich selbst beschuldigen:
 Sie machen sich selbst Vorwürfe deswegen wie beispielsweise: „Warum macht mir das derart viel aus? Das ist doch lächerlich. Niemand außer mir hat in solch einer Situation dieses Gefühl. Was bin ich doch für eine Mimose.“
  6. Das Selbstwertgefühl erhöhen:
 Sie stellen sich sowohl über die Situation als auch über Ihre Gefühle: „Ich habe es nicht nötig, mich durch solch eine Bemerkung verletzt zu fühlen.“
  7. Sich sozial vergleichen:
 Dabei orientieren Sie sich im Wahrnehmen und Bewerten ihres Gefühls daran, was Menschen in Ihrer Umgebung tun. Zeigen sie das gleiche Gefühl? Das vermittelt Sicherheit. Ansonsten wird das eigene Gefühl aufgewertet oder abgewertet: „So eine Selbstbeherrschung möchte ich auch haben.“ Oder: „Der rastet ja richtig aus. Da stehe ich mit meiner Coolness doch viel besser da.“
  8. Das Gefühl unterdrücken: 
Kaum spüren Sie das Gefühl, drängen Sie es weg aus der Wahrnehmung, indem Sie beispielsweise etwas essen, rauchen, telefonieren, eine Mail schreiben – alles, was ablenkt, scheint nützlich. Oft hat sich dieses Muster im Lauf der Zeit so verfestigt, dass gar nicht mehr registriert wird, wenn das Gefühl auftauchen will. Stattdessen zeigen sich beispielsweise Unwohlsein, Desinteresse oder „plötzliche“ Müdigkeit.
  9. Feindselig reagieren und einen Schuldigen ausmachen: Dabei wird die Verantwortung für das eigene Gefühl wird an jemand anders, der an der Situation beteiligt ist, abgeschoben: „Du bist schuld, dass mir jetzt die Laune verdorben ist.“ Oder: „Wenn Sie endlich mal ein bisschen Eigeninitiative zeigen würden, müsste ich mich nicht so über Sie ärgern.“
  10. Es mit Humor nehmen: 
Statt das Gefühl zu verscheuchen, sich selbst niederzumachen oder die Flucht nach vorn anzutreten, ver­suchen Sie, eine andere Perspektive zu finden, das Komische daran zu entdecken. „Na, so was, da steh ich jetzt aber mal wieder im Wald, ach, wie schön, dass ich nicht alles kapieren muss.“

Darüber hinaus gibt’s natürlich noch ganz individuelle andere Herangehensweisen. Sich selbst dabei ein wenig mehr auf die Schliche zu kommen, wie Sie mit unangenehmen Gefühlen zurechtkommen und wie Sie häufig reagieren, lässt Sie zukünftig bewusster mit solchen Gefühlen umgehen. Und: Sie können überlegen, ob eine andere Strategie in der jeweiligen Situation nicht angebrachter wäre und Ihnen mehr Zufriedenheit und eine bessere Stimmung bescheren würde… 🙂

Das Angenehme wahrnehmen und bewahren!

 

vollmondBeginnen Sie nicht nur Ihren Tag mit einem Blick auf das, was in Ihrem Leben gut und schön ist, sondern enden Sie auch auf diese Weise. Denken Sie am Abend an die glücksstiftenden Momente des Tages zurück.

Erinnern Sie sich an Angenehmes, an das, was Sie überrascht und erfreut, was Ihnen gefallen hat und worüber Sie gelacht haben. Denken Sie dabei auch kleine Glücksmomente, Momente des Wohlgefühls, Augenblicke der Vorfreude auf etwas Schönes, Mini-Gesten wie etwa das Lächeln eines Freundes, die höfliche Geste eines Passanten, Ihnen den Vortritt zu lassen oder die Freude darüber, nach einem anstrengenden Tag nach Hause zu kommen. Sie werden erstaunt sein, wie viel Schönes Ihnen aus dem Grau des Alltags entgegenleuchtet…