Mit Stimmungen umgehen: 15 typische Bewältigungstaktiken

Es gibt typische Bewältigungstaktiken, von denen Sie wahrscheinlich einige – mehr oder weniger intensiv – für Ihren Gefühlsausdruck nutzen:
 
1. Soziale Unterstützung suchen
Sie wenden sich an jemanden, den Sie gut kennen und dem Sie vertrauen, um mit ihm die Situation und Ihre daraus entstandenen Gefühle zu besprechen.
 
2. Selbstwerterhöhung
Sie stellen sich über die Situation und Ihre Gefühle: „Ich habe es nicht nötig, mich durch solch eine Behandlung verletzt zu fühlen.“
 
3. Offener Gefühlsausdruck
Sie sagen dem anderen, wie Sie sich fühlen: „Ich bin verärgert über Ihr Zuspätkommen.“
 
4. Selbstbeschuldigung
Sie ziehen sich selbst hinunter und geben sich die Schuld: „Warum muss ich aber auch immer so empfindlich reagieren?! Niemand außer mir hat in solch einer Situation dieses Gefühl.“
 
5. Positives Neueinschätzen
Sie nutzen Ihr Gefühl zur Orientierung. Manches Mal kann diese Orientierung aber auch ein Ausblenden der „gefühlsmäßigen Tatsachen“ sein, wobei das Gefühl kaum erlebt, sondern „nur“ das Positive gesucht wird: „Das nächste Mal verhalte ich mich anders.“ Oder: „Meine Wut hat mir gezeigt, wo es langgeht.“
 
6. Sozialer Vergleich
Ihre Wahrnehmung und Beurteilung von Gefühlen orientiert sich daran, was Ihre Umgebung tut. Zeigen die anderen das gleiche Gefühl? Das vermittelt Sicherheit. Ansonsten werden eigene Emotionen auf- oder abgewertet: „Der hat sich in solchen Situationen einfach im Griff. Und ich fange immer an rumzubrüllen.“ Oder: „Meine Güte, zeigt der jetzt aber eine Gefühlspalette! Da stehe ich mit meiner Gelassenheit viel besser in der Runde.“
 
7. Passivität
Das Ausleben des Gefühls scheint Ihnen zu „gefährlich“ – meistens weil Sie die Folgen, die das Gefühl mit sich bringt, fürchten, wie beispielsweise wenn Sie einem Kunden absagen oder einem Mitarbeiter kündigen müssen. Ein Ausharren scheint die beste Lösung in dieser Situation. In der Passivität spüren Sie das Gefühl jedoch weiterhin; es hat nichts mit Verdrängen zu tun.
 
8. Rückzug
Sie ziehen sich zurück, lassen andere nicht an sich heran. „Erst einmal wieder selbst Klarheit für mich erreichen“, denken Sie.
 
9. Unterdrücken von Gefühlen
Kaum spüren Sie das Gefühl, drücken Sie es mit diversen Mechanismen wieder unter die Oberfläche der Wahrnehmung. Solche Mechanismen können beispielsweise sein: rauchen, etwas essen, schnell jemanden anrufen – kurzum alles, was ablenkt. Oft hat sich der Mechanismus im Lauf der Zeit so verfestigt, dass das Aufkommen des Gefühls überhaupt nicht mehr registriert wird. Achten Sie stattdessen mal auf „plötzliche“ Müdigkeit, Unwohlsein, Desinteresse.
 
10. Feindselige Reaktionen und Schuldzuweisung
Die Verantwortung für das eigene Gefühl wird an den anderen, der an der jeweiligen Situation beteiligt ist, abgegeben: „Du bist schuld, dass ich mich jetzt aufrege.“ Oder: „Wenn Sie endlich einmal meinen Anweisungen folgen würden, müsste ich mich nicht so über Sie ärgern.“
 
11. Vorgeben von Gefühlen
Nicht das eigene Gefühl wird mitgeteilt, sondern ein „Pseudogefühl“: „Was soll mir schon der Anpfiff des Kunden anhaben? Über solchen Dingen stehe ich doch“, obwohl Sie innerlich kochen.
 
12. Andeuten von Gefühlen
Sie äußern Ihre Gefühlslage, aber (sicherheitshalber) nur vage – sei es, um Ihr Gegenüber nicht zu belasten, sei es zu Ihrem eigenen Schutz: „Alles halb so schlimm, obwohl ich mich schon über die Kundenabsage ärgern könnte.“
 
13. Humor
Sie verfremden Ihre Gefühle mit einem Lachen – so kann Ihr Gegenüber nicht wirklich einschätzen, wie es Ihnen geht. Das Lachen oder der Witz über das Gefühl führt in eine andere Richtung: „Und da schnauzt mich dieser Kunde lautstark an, haha! Der hat sich gebärdet, als wäre er King Kong, und hat auch so mit den Armen herumgefuchtelt, fast bedrohlich und Angst einflößend. Einfach köstlich.“
 
14. Nicht wichtig nehmen
Ein Gefühl zu ignorieren und über es hinwegzugehen ist oft eine Schutzreaktion, die in manchen Situationen angebracht erscheint. Vielleicht wollen Sie nicht wahrhaben, dass ein Deal zu riskant ist. Ihr Gefühl weist darauf hin, nur passt das nicht in Ihr Konzept. Also schützen Sie Ihr Konzept, indem Sie das Gefühl ignorieren.
 
15. Vom Thema ablenken
„Ja, das war wirklich ärgerlich, aber lassen Sie uns lieber von den neuen Verkaufszahlen sprechen.“ Das Gefühl wird von allen Beteiligten wahrgenommen, nur das Gespräch darüber findet nicht statt.
 
Jede Bewältigungstaktik hat ihre Berechtigung. Keine ist besser oder schlechter. Das Entdecken Ihrer Taktik lässt Sie zukünftig bewusster mit Ihren Gefühlen umgehen. Schließlich können Sie sich jetzt überlegen, ob eine andere Strategie in der jeweiligen Situation nicht angebrachter wäre und Ihnen mehr Zufriedenheit und Authentizität bescheren würde.:-)
 
Quelle: www.wirtschaftswissen.de

Motivations-Kick

Eine schwierige oder ungeliebte Aufgabe erledigt zu haben gibt uns ein gutes Gefühl. Um eine solche anspruchsvolle Aufgabe zu meistern kann uns unsere Vorstellungskraft unterstützen.
 
Motivieren Sie sich, indem Sie sich in Ihrer Phantasie vorstellen, Sie hätten die Aufgabe bereits mit Engagement und Erfolg bewältigt. Was empfinden Sie dann? Freude? Stolz? Erleichterung? Gibt es vielleicht auch Anerkennung von Menschen in Ihrem Umfeld? Stellen Sie sich alles so deutlich wie möglich vor.
 
Lassen Sie Ihren Glücksgefühlen freien Lauf und nutzen Sie diese Motivation bei der tatsächlichen Umsetzung der Aufgabe. Wahrscheinlich geht jetzt einiges besser von der Hand und das Dranbleiben fällt leichter … 🙂

3 Fragen für chronische Schwarzseher

Vielleicht neigen Sie auch dazu, eher die negativen Aspekte einer Sache zu sehen als die positiven – und sich dann schnell Sorgen zu machen. Sollte dem so sein, dann üben Sie doch einmal konsequent, nicht nur auf die Worst-Case-Vorstellung zu starren sondern stets auch die andere, die positive Seite zu sehen.

Was immer geschieht – es hat mindestens zwei Seiten. Mindestens. Fragen Sie sich deshalb immer:

  • Wie könnte die Sache verlaufen, wenn gar nichts Schlimmes geschieht?
  • Was könnte an der Situation – wie auch immer sie verläuft – positiv sein?
  • Was könnte diese Situation an Chancen und Möglichkeiten für mich oder auch für andere beinhalten? 🙂

Kreativ sein bändigt Neidgefühle

Neid auf andere ist häufig ein Zeichen dafür, dass wir unser kreatives Potential nicht ausleben.

Setzen Sie auf Ihre eigene Kreativität, und bringen Sie Ihre innere Quelle wieder zum Sprudeln. Streben Sie an, so oft es geht, etwas Kreatives zu tun: Musik machen, Werken, Malen, Tanzen, Schreiben…
 
Je klarer Sie Ihre eigenen Anlagen erkennen und entfalten, desto weniger Anlass zu missgünstigen Blicken auf andere werden Sie haben. Die Zufriedenheit nach schöpferisch verbrachten Stunden baut Neidgefühle am schnellsten ab. 🙂
Bildquelle: zeitzuleben.de

Gute Laune Journal

Öfter gute Laune haben lässt sich effektiv mit einem Gute Laune Journal unterstützen. Nehmen Sie dazu einzelne Blätter, die Sie in einem Ordner abheften können. Wer am Computer arbeitet, legt sich entsprechende Arbeitsdateien an.
 
• Erstellen Sie als erstes eine Liste mit dem Titel: „Was mir gut tut“. Nehmen Sie sich dafür so lange Zeit, wie Sie möchten.
 Prüfen Sie anschließend, was Sie aus dieser Liste sofort oder demnächst umsetzen können, damit Ihre Stimmung steigt und markieren Sie es.
• Ebenso erstellen Sie eine Liste mit dem Titel: „Was mir nicht gut tut“. Prüfen Sie anschließend, was Sie davon sofort oder demnächst aus Ihrem Leben entfernen können, damit Sie entlastet werden und es Ihnen besser geht.
 
• Setzen Sie in beiden Listen Prioritäten! Beginnen Sie mit den Punkten, die Sie am einfachsten und schnellsten erledigen können. Entwickeln Sie danach eine erste Strategie, wie Sie größere Herausforderungen lösen können. 

 
• Und auch hier gilt, frei nach Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“
Machen Sie sich auf den Weg. Jetzt! 

 
• Beglückwünschen Sie sich, wenn Sie einen Punkt erfolgreich umgesetzt haben und notieren Sie spontan, wie Sie sich fühlen. 🙂

Anderen helfen macht glücklich

Glück empfinden steckt an: Es verdoppelt sich, wenn Sie es teilen. Wenn Sie andere Menschen unterstützen und ihnen helfen, dankt es Ihnen Ihr Körper mit einer deutlichen Ausschüttung von Glückshormonen. Der andere ist glücklich und Sie sind es auch.
Das Journal of Happiness Studies veröffentlichte dazu eine Studie: Dazu sollten sich die Teilnehmenden an etwas erinnern, was sie gekauft hatten.
Während die Teilnehmenden der ersten Gruppe sich an einen Kauf erinnern sollten, den sie für sich selbst getätigt hatten, wurden die Teilnehmenden der zweiten Gruppe gebeten, einen Kauf für eine andere Person zu visualisieren.
Die Teilnehmenden beider Gruppen wurden gebeten, sich dabei auch in die die Kaufaktion jeweils begleitenden Gefühle erneut hineinzuversetzen. Diejenigen, die sich an einen früheren Kauf für jemand anderen erinnerten, waren deutlich zufriedener und glücklicher als die Gruppe, die das Geld für sich selbst ausgab. 🙂

14 Prinzipien für ein glückliches Leben

Der amerikanische Psychologe und Glücksforscher Michael W. Fordyce hat bereits 20 Jahre bevor die Disziplin der Positiven Psychologie ins Leben gerufen wurde, ein Programm zur Förderung des Wohlbefindens entwickelt und wissenschaftlich evaluiert.

Die Idee dabei war, solche Eigenschaften und Verhaltensweisen zu fördern, die sich häufig bei glücklichen Personen zeigen, um damit das eigene Wohlbefinden zu stärken.

Die 14 Prinzipien für ein glückliches Leben sind heute so aktuell wie zur Zeit der Forschungen Fordyces:


• Sei aktiv und halte Dich beschäftigt
• Bringe mehr Zeit mit anderen Menschen zu
• Sei produktiv durch sinnvolle Arbeit
• Sei systematisch und plane die Dinge gut
• Höre auf, Dir Sorgen zu machen
• Setze niedrigere Ansprüche und Erwartungen
• Entwickle ein positives, optimistisches Denken
• Orientiere Dich an der Gegenwart
• Arbeite an einer gesunden Persönlichkeit (Selbstakzeptanz)
• Entwickle eine nach außen gerichtete, soziale Persönlichkeit
• Sei Du selbst
• Eliminiere negative Gefühle und Probleme
• Die engsten Beziehungen sind die wichtigsten
• Erkenne, dass Glück von hohem Wert ist

Anhand von sieben Studien konnte Fordyce zeigen, dass die Umsetzung aller seiner 14 Prinzipien in einem Programm effektiver war als nur einzelne Komponenten umzusetzen. Positive Effekte des Programms konnten auch nach einem Jahr nachgewiesen werden.:-)